Praxisgemeinschaft Bern-West

Paartherapie

ImageBeziehungskrisen
Krisen in einer Partnerschaft schleichen sich meist unauffällig und über einen längeren Zeitraum ein. Erst sind es kleine, vorher nicht beachtete Details von Verhaltensweisen, die plötzlich am Partner stören, Eigenheiten des Partners, die eventuell zu Beginn sogar faszinierten. Oft versucht das Paar jahrelang - jede Person auf ihre Art - dem anderen sein störendes Verhalten aufzuzeigen: zuerst freundlich und subtil, später - wenn sich der Erfolg nicht einstellt - auf immer unsanftere, provokativere Art, z.B. mit Vorwürfen oder gar mit körperlicher Gewalt. Eine negative Spirale kommt in Gang, das Wortgefecht eskaliert immer öfter zum Streit. Negative Äusserungen werden immer häufiger, während Zuneigung, positive Gefühle für den Partner immer mehr abnehmen: die Partner entfernen sich immer mehr voneinander. Zuletzt braucht es jeweils nur ein falsches Wort, eine falsche Geste zum falschen Zeitpunkt, damit der Streit voll entflammt.
Dieser Teufelskreis macht deutlich, dass Beziehungen Regeln und Mustern unterworfen sind, welche aber den Beteiligten oftmals nicht oder nicht genügend bewusst sind. Krisen treten dann offen zutage, wenn das bestehende Gleichgewicht verloren geht und ein (oder beide) Partner das Gefühl haben, sie würden zu kurz kommen: das Paar als System ist instabil: entweder zu chaotisch oder zu starr.

Paarberatung / Paartherapie
In der Paartherapie bietet sich Gelegenheit, diese unbewussten, immer gleich ablaufenden Muster, wie ein Paar funktioniert, und aufzuarbeiten.

In einem ersten Schritt gilt es jedoch oft abzuwägen, ob die beiden Partner an ein Weiterbestehen der Beziehung arbeiten wollen oder ob eine Trennung als Therapieerfolg zu werten ist. Je nach Problemstellung kommen verschiedene Methoden zum Zug: Verarbeitung von Verletzungen, Erkennen repetitiver destruktiver Muster in der Beziehung,  Kommunikationstraining, Sexualberatung und -therapie, Motivationsabklärung für die Weiterentwicklung der Paarbeziehung. Trennungsvermittlung, Mediation.

 

Beispiele von konfliktträchtigen Situationen

Eine Person sucht mehr Nähe oder mehr Verbindlichkeit, die andere will mehr Distanz, fühlt sich eingeengt; er spricht nie mit mir - sie hört nie richtig zu; die Haushaltsorganisation und Aufgabenteilung funktioniert nicht, ein Partner macht zu viel, der andere leistet zu wenig; unterschiedliche Bedürfnisse in der Sexualität; Aussenbeziehungen; der eine Partner erwartet / verlangt vom anderen mehr Selbständigkeit und Selbstverantwortung, was der andere nicht leisten will; Fragen der Liebe und Zuneigung: Ist die Liebe noch da oder haben sich die beiden auseinandergelebt; unterschiedliche Erwartungen und Vorannahmen an eine Partnerschaft.

 

Informationen zu den Kosten erhalten Sie hier. Für weitere Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung (Kontakt).